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Gemeinde Kirchheim in Unterfranken  |  E-Mail: verwaltungsgemeinschaft@kirchheim-ufr.de  |  Online: http://www.kirchheim-ufr.de

Informationen zum Biber im Moosbach

Grossansicht in neuem Fenster: BiberAm Moosbach in Kirchheim wurden im nördlichen Bereich in Richtung Moos zwei Biberbauten festgestellt. Diese Entwicklung ist grundsätzlich sehr erfreulich, da der Biber mit seinen Aktivitäten zur Verbesserung der ökologischen Funktion des Fließgewässers und zur Artenvielfalt beiträgt. Die Aktivitäten des Bibers können aber beispielsweise durch Aufstauungen des Gewässers oder Befraß von Nutzpflanzen auch zu Problemen auf den angrenzenden Grundstücken und damit zu Konflikten führen.

 

Nach einer Ortseinsicht mit Herrn Dr. Ulrich Gauer und Herrn Moras von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Würzburg wird vermutet, dass sich zumindest ein Tier angesiedelt hat.

 

Aufgrund tier- und naturschutzrechtlicher Vorgaben dürfen die Bauten nicht entfernt werden. Eine unerlaubte Beseitigung ist bußgeldbewehrt, bzw. stellt unter Umständen eine strafbare Handlung dar.

 

Es wurde vor Ort vereinbart, dass bei einer Erhöhung der Biberbauten diese von den Mitarbeitern des Bauhofs auf den jetzigen Stand zurückgebaut werden dürfen, um weitere Schäden durch einen stärkeren Aufstau des Bachs zu verhindern.

 

Bis jetzt wurden vom Tier bereits einige bachnahe Bäume und Sträucher angenagt. Es ist davon auszugehen, dass das Tier hier auch zukünftig tätig sein wird. Weiter kam es aufgrund des Aufstaus des Gewässers bereits zu Schäden auf anliegenden landwirtschaftlichen Flächen. Wir möchten Ihnen daher einige Hinweise zum Umgang mit dem Biber und dem Schutz von Bäumen, Sträuchern und Kulturpflanzen geben.

 

Durch Aufstauungen der Gewässer oder Befraß von Nutzpflanzen können Biber Schäden auf angrenzenden Grundstücken verursachen. Für alle Konflikte, die mit der Rückkehr des Bibers in die Kulturlandschaft zusammenhängen, gibt es bewährte Lösungen. Insbesondere stellt der Freistaat Bayern Finanzmittel zur Verfügung, um Verluste und Schäden auszugleichen. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Würzburg ist für die Erfassung und Vorbereitung des Ausgleichs von Biberschäden zuständig.

 

Erfassung der Schäden:

 

  • Zunächst ist es wichtig, dass ein Schaden binnen einer Woche nach Feststellung telefonisch oder schriftlich mit Angaben zum Ort (Gemarkung, Flurnummer), sowie zum Umfang des Schadens (Kultur, Fläche) vom Geschädigten gemeldet wird.

 

Fraßschäden an Bäumen und Sträuchern können nicht aus dem bayerischen Biberfonds ausgeglichen werden! Als präventive Maßnahme empfiehlt sich daher die Anbringung eines geeigneten Fraßschutzes, insbesondere an Bäumen!

Schutz von Einzelbäumen: Insbesondere im Winterhalbjahr sind die Tiere auf ständige Nahrungszufuhr angewiesen, da sie keinen Winterschlaf halten. Als nährstoffhaltige Nahrung dient ihnen hauptsächlich Baumrinde. Um an die Rinde heranzukommen, werden Bäume gefällt und die Rinde abgeschält. Das Umweltamt empfiehlt den Eigentümern von ufernahen Grundstücken mit Nutzbäumen, Einzelbaumschutz in Form von Drahthosen anzubringen. Um sicher zu gehen, sollten Bäume im Abstand bis zu 25 Meter vom Gewässer geschützt werden. Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie hierzu auf der Internetseite des Landkreises Würzburg.

 

Schutz von Nutzpflanzen: Anbauflächen können am besten durch Einzäunung vor Biberfraß geschützt werden. Hier empfiehlt sich ein kräftiger Maschendrahtzaun von 1 Meter Höhe, der bis zu 30 cm im Boden eingegraben werden muss oder ein Elektrozaun. Eine etwaige Genehmigungspflicht der Anlage muss vorher geklärt werden! Wichtig ist, dass die Zäune am Ende des zu schützenden Bereiches 20 - 30 Meter rechtwinklig gesetzt werden, um ein Umgehen des Zaunes durch den Biber zu verhindern.

 

Biberbauten: Im direkten Bereich des Gewässers können die Grundstücke durch Biberbauten unterhöhlt sein. Bei der Bewirtschaftung der Grundstücke mit schweren Maschinen ist daher besondere Vorsicht vor dem Einbrechen ins Erdreich geboten.

 

Weitere Informationen zum Umgang mit Bibern, dem Schutz der Bäume erhalten Sie beim Landratsamt, der dort zuständige Mitarbeiter ist Herr

 

Dr. Ulrich Gauer        Umweltamt – Naturschutz und Landschaftspflege

Tel.: 0931 8003 –183 oder e-Mail: u.gauer@lra-wue.bayern.de

www.landkreis-wuerzburg.de          Suchbegriff: Biber    

 

Herr Dr. Gauer steht Ihnen für Ihre Fragen rund um den Biber gerne zur Verfügung.

 

Ihre Gemeindeverwaltung

 

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