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Gemeinde Kirchheim in Unterfranken  |  E-Mail: verwaltungsgemeinschaft@kirchheim-ufr.de  |  Online: http://www.kirchheim-ufr.de

Aktuelles aus dem Gemeinderat - Sitzung vom 07.04.2022

Umnutzung des Alten Schulhaus Gaubüttelbrunn zu einer Tagespflege –

Vorstellung einer Konzeption

 

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 15.10.2021 einstimmig das Architekturbüro Kraus aus Gemünden mit der Bestandsaufnahme und der Erstellung von bis zu drei Entwürfen mit einer groben Kostenschätzung für die Umnutzung des Alten Schulhaus Gaubüttelbrunn zu einer Tagespflege beauftragt. Auf den seinerzeitigen Sachvortrag, die Diskussion wie auch die Beschlussfassung wurde ausdrücklich verwiesen.

 

Die Konzeption für die Umnutzung wurde zwischenzeitlich erstellt und auch mit der Sozialstation St. Burkard Greußenheim als möglicher Betreiber fachlich abgestimmt.

 

Dem Gemeinderat lagen die Planunterlagen vor. Vom Gemeinderat war darüber zu befinden, wie bei diesem Projekt weiter zu verfahren ist.

 

1. Bürgermeister Jungbauer begrüßte Herrn Architekt Kraus, welcher der Sitzung digital zugeschalten war und erläuterte kurz Auszüge aus der Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts des Landkreises Würzburg. Diesem ist zu entnehmen, dass vor allem im südlichen Landkreis ein Mangel an Tagespflegeplätzen gesehen wird, da lediglich 25 in Ochsenfurt sind.

 

Herr Kraus erläuterte anschließend die Konzeption, wie auch eine Kostenvorschau (sehr grob und nicht detailliert!) für eine mögliche Umnutzung des Bestandsgebäudes.

Er führte aus, dass das Schulgebäude sich sehr gut eignet für eine Tagespflege, da gewisse Grundgegebenheiten wie z.B. ein barrierefreier Zugang bereits vorhanden sind. Außerdem ist das Gebäude schon energetisch ertüchtigt und hat einen schönen abgegrenzten Außenbereich.

 

Herr Kraus stellte anschließend die Planung der einzelnen Räumlichkeiten anhand eines Grundrissplans vor. Geplant ist eine Grundbelegung mit 16 bis 18 Personen. Zum Untergeschoss erläuterte er, das Gebäude ist teilunterkellert. Im hinteren Gebäudeteil werden aus einem großen Raum drei kleinere als Ruheräume. Der Technikkeller auf der rechten Gebäudeseite bleibt. Wichtig ist ihm, neben ansprechenden Räumlichkeiten für die Pflegegäste auch gute Arbeitsrahmenbedingungen zu schaffen.

 

1. Bürgermeister Jungbauer bedankte sich für die Ausführungen und ergänzte, dass eine Verbindung zum Innenhof geplant ist, die auch beide Gebäudetrakte verbindet und den Anfordernissen des Brandschutzes Rechnung trägt. Es wurde gewünscht, die Gartenfläche mit benutzen zu können. Zum Untergeschoss merkte er an, dass der Mehrzweckraum so groß ist wie im Erdgeschoss das darüberliegende Klassenzimmer. Der Raum im Untergeschoss könnte so abgetrennt werden, dass evtl. auch ein ambulanter Pflegedienst mit untergebracht werden kann mit einem separaten Treppenzugang.

 

Stellplätze sind im hinteren Bereich geplant, da sich im vorderen Bereich der Spielplatz und der Zugang zur Rosenstraße befinden. Es wurde versucht, das Bestmöglichste aus dem Gebäude herauszuholen.

 

Herr Kraus erläuterte abschließend noch die Kosten, welche sich zur Zeit auf rund 670.000 Euro belaufen. Die Kosten sind so valide, wie sie in dieser jetzigen Planungsphase sein können.

 

Im Gemeinderat gab es verschiedenste Nachfragen und Anregungen zum Vorhaben.

 

Auf weitere Nachfrage, ob der Betreiber ausreichend Personal zur Verfügung hat merkte 1. Bürgermeister Jungbauer an, die weiteren Schritte wären, erst einen Planer und danach einen Betreiber zu suchen. Hinsichtlich Personalbedarf könnte er sich vorstellen, dass eine Tagespflege attraktiver ist als stationäre Pflege. Er betonte aber, dass es noch keine Vorfestlegung auf einen Betreiber gibt. Grundsätzlich ist die Personalgestellung aber Sache des Trägers.

 

Bezüglich des weiteren Vorgehens kam man überein, das Ergebnis von heute so mitzunehmen. Herr Kraus erstellt bis zur nächsten Sitzung ein Kostenangebot für die weiteren Leistungen. Die Sozialstation St. Burkard Greußenheim wird eingeladen, um ihr Konzept vorzustellen und parallel dazu soll ein Nutzungskonzept erarbeitet werden.

 

Notunterkunft im Bürgerheim Gaubüttelbrunn - Hilfeleistungen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine durch die Gemeinde

 

Wie bereits in der Sitzung des Gemeinderats vom 17.03.2022 berichtet, wurde das Bürgerheim Gaubüttelbrunn als Notunterkunft für aus der Ukraine geflüchtete Menschen dem Landratsamt angeboten. Zwischenzeitlich wurde die Unterkunft am 30.03.2022 mit 29 Personen belegt. Der Gemeinderat wurde über die Vorbereitungen und weitere Informationen regelmäßig über Emails unterrichtet.

 

Die Vorbereitungen wurden maßgeblich von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vorgenommen, die Verwaltung unterstützte dabei.

 

Für den Hilfstransport zur Unterstützung von Kinderheimen in Polen wurden zwei Sammlungen durchgeführt. Auch die Grundschule Kirchheim führte als Hilfsaktion einen Spendenlauf sowie eine Tombola durch, die Erlöse kommen Hilfsorganisationen zugute.

 

Die Bevölkerung wurde über die verschiedensten Hilfestellungen und -leistungen durch die Gemeinde mit einer Sonderausgabe des Mitteilungsblatts informiert.

 

1. Bürgermeister Jungbauer gab in der Sitzung aktuelle Informationen hierzu. Die ersten Sprachkurse sollen nächste Woche beginnen. Aktuell hat der Zustrom nachgelassen, derzeit befinden sich noch 12 Personen in der Notunterkunft.

Sobald die Unterkunft leer ist, soll sie dennoch nach aktuellem Stand bestehen bleiben, falls wieder Bedarf besteht. Vom Landratsamt erhält die Gemeinde eine Miete für das Bürgerheim in Höhe von 8,-- /qm.

 

Aus dem Sozialfond erfolgte eine erste Auszahlung an die 12 Personen in der Unterkunft. Sie zeigen große Dankbarkeit für die Hilfe und Unterstützung.

 

Für den Hilfstransport nach Polen wurde sehr viel Geld gespendet, aber im Vergleich dazu relativ „wenig“ Hilfsgüter. Aktuell ist geplant, mit einem Transporter (Sprintergröße) zu fahren und nicht mit einem LKW.

 

Beim Spendenlauf der Grundschule kamen über 11.000 Euro zusammen.

1. Bürgermeister Jungbauer bedankte sich auch bei Gemeinderat Jürgen Renner, der über die Bücherei ein Bücherpaket organisiert hat.

 

Ergebnisse der Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten vom 07.04.2022

 

1. Bürgermeister Jungbauer berichtete dem Gremium von den drei Ortseinsichten (Container/Jugendzentrum Kirchheim, Sportgaststätte und ehemalige Zahnarztpraxis/Turnhalle).

 

In der Sportgaststätte bestehen Notwendigkeiten für Erneuerungen im Bereich Kühlzelle und Theke. Die Kosten lt. Angebot eines Schreiners und einer Fachfirma für Thekenbau, bzw. Kühlzellenbau belaufen sich auf ca. 60.000 Euro. Seit 2015 ist bereits eine große Summe in die Sportgaststätte für den Unterhalt investiert worden, in Summe rund 50.000 Euro.

 

Vom Ausschuss wurde empfohlen, die notwendigen Ausschreibungen für eine neue Thekenanlage und die Kühlzelle vorzubereiten und im Sommer entsprechend zur Umsetzung zu bringen.

 

Bezüglich des zusätzlichen Platzbedarfs im Feuerwehrhaus soll abgeklärt werden, ob evtl. die Räumlichkeiten des Schützenvereins dazu genommen werden können.

 

Hinsichtlich der ehemaligen Zahnarztpraxis im Obergeschoss wurden verschiedene Möglichkeiten erörtert. Der Turnverein hätte Bedarf an einem größeren Raum, da es im Turnverein einen recht hohen Zuwachs an Mitgliedern und somit Sportgruppen gibt. Auch die Freiw. Feuerwehr hätte Platzbedarf für einen größeren Schulungsraum oder Büros. Verworfen wurden nach dem Ortstermin Überlegungen, die Räumlichkeiten als JUZ zu verwenden.

 

Der JUZ-Container wurde ebenfalls besichtigt. Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) könnte sich vorstellen, den Container evtl. umzunutzen. Es gibt jedoch wieder eine Gruppe Jugendlicher, welche die Container gemeinsam mit ihren Eltern herrichten würden zur Nutzung. Die Gemeinde würde dabei soweit möglich mithelfen, bzw. für Kostenbeteiligungen zur Verfügung stehen.

 

Auch die Alte Schmiede wurde besichtigt. Evtl. könnte der OGV die Schmiede nutzen. Der Rest des Gebäudes soll leer stehenbleiben.

 

Ein Gemeinderat hielt die Räumlichkeiten der ehem. Zahnarztpraxis derzeit für nicht geeignet, egal durch welchen Nutzer. Es müsste geprüft werden, welche Wände entfernt werden können bzw. ein zweiter Fluchtweg eingerichtet werden. Seiner Ansicht nach hätte die Feuerwehr als erstes ein Zugriffsrecht, an zweiter Stelle der Turnverein.

Für das JUZ schlug er vor, auf jeden Fall einen Vertrag mit engagierten Eltern aufzusetzen, dass zwei Eltern sich bereiterklären, die Verantwortung zu übernehmen.

 

1. Bürgermeister Jungbauer stellte fest, dass dies auch so in der Vergangenheit gehandhabt wurde.

 

Ein Gemeinderat hatte im Vorfeld der Sitzung angeregt, das Obergeschoss der Turnhalle evtl. als Wohnung zu behalten.

 

Auf entsprechende Frage eines Mitglieds hinsichtlich eines Konzepts für die Feuerwehr erklärte 1. Bürgermeister Jungbauer, evtl. die Jugendfeuerwehr im Schützenraum unterzubringen, wenn dieser vom Schützenverein nicht mehr gebraucht wird. Die Praxis im Obergeschoss könnte als ein großer Raum geplant werden, der von der Feuerwehr und dem Turnverein als Mehrzweckraum genutzt werden kann. Die Toiletten und das Wartezimmer sollen so belassen werden.

 

Es werden nun der Umbaubedarf und die Möglichkeiten nun durch Beiziehung eines Architekten ermittelt.

 

Stromverbrauch in der Gemeinde

 

Durch die Überlandwerke Schäftersheim (ÜWS) wurde mitgeteilt, dass im Kalenderjahr 2021 8.597.669 kWh Strom durch die öffentlichen Stromnetze in der Gemeinde geleitet wurden. Im Kalenderjahr 2020 waren es 8.124.774 kWh.

 

Die Gemeinde hat für die Durchleitung des Stroms Konzessionsabgaben in Höhe von rund 56.700 Euro erhalten, im Vorjahr waren es 54.800 Euro.

 

Die abgerechneten Mengen entsprechen den Verbräuchen (ohne Eigenverbrauch vor Ort, z. B. von der eigenen PV-Anlage auf dem Hausdach). Die Stromerzeugung (z.B. PV-Anlage) wird bei der Konzessionsabgabe nicht berücksichtigt.

 

Betrieb Covid 19-Schnellteststelle durch die Verwaltungsgemeinschaft

 

Im Kalenderjahr 2021 wurden fast 6.000 Tests durchgeführt, die Abrechnung ergab einen „Überschuss“ von rund 13.000 Euro. Nicht enthalten in der Abrechnung ist der Aufwand der Verwaltung für die Organisation und den Betrieb der Teststelle. Eine innere Verrechnung erfolgt aufgrund des Arbeitsaufwands hierfür nicht.

 

Nachdem die Nachfrage sehr stark zurückgegangen ist und dieser Trend sich auch verstetigt, wird der Betrieb der Teststelle mit Ablauf des 17. Aprils eingestellt.

 

Sachstand Bebauungsplan „Photovoltaikanlage Hof Egenburg“

 

Laut der Vorhabenträgerin Südwerk werden in den kommenden Wochen Mitarbeiter eines Fachbüros aus Würzburg die erste Runde der biologischen Kartierungen machen.

 

Mit den ersten Ergebnissen soll dann eine Skizze zum Vorhaben vom Planungsbüro Team 4 erarbeitet werden. Diese sollen dann im Juni der Verwaltung vorgestellt werden.

 

Die nächste Gemeinderatssitzung findet am 7. Juli 2022 um 19:30 Uhr statt. Die Bevölkerung ist hierzu sehr herzlich eingeladen.

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